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Evangelisch-Katholisch
Von der Tradition her ist Berlingen seit langem eine rein evangelische Gemeinde.
Darum hat Berlingen auch nur eine (evang.) Kirche. Obwohl Berlingen
der Klosterinsel Reichenau unter-stellt war, erhielt es schon 1530
die Erlaubnis für einen eigenen (evangelischen!) Pfarrer, der
allerdings selber be-zahlt werden musste (mit Hilfe der Zürcher
Kirche).
Mitte des 20. Jahrhunderts fand eine stärkere konfessio-nelle
Durchmischung statt, auch traditionell evangelische Geschlechtsnamen
wurden katholisch mitgeprägt.
Die erste katholische Beerdigung fand
für ein 15-jähriges Mädchen 1983 auf dem Friedhof und in der Kirche
Berlingen statt. Die heutige Bevölkerungszahl sieht rund so aus:
Einwohner 750, Evangelische 425,
Katholische 220.
konfessionslos oder andere Religionen 105. Die Katholiken gehören
zur Katholischen Pfarrei Steckborn- Berlingen.
Heute besteht eine ideale
Zusammenarbeit zwischen den Konfessionen. Sie zeigt sich bei den
ökumenischen Gottes-diensten, dass Katholiken die Dorfkirche auch
als "ihre Kirche" erleben, im interkonfessionellen
Religionsunterricht auf der Oberstufe und in allen persönlichen und
pfarramt-lichen Kontakten.
Der Friedhof
Auf der kleinen Fläche zwischen Kirche und See befindet sich der
Friedhof. In der Nord-Ost-Ecke befindet sich das Gemeinschaftsgrab,
in der Nord-West-Ecke das Grab vom berühmten Maler Adolf Dietrich,
dessen Museum gegenüber vom Pfarrhaus liegt.
Eine Spezialität sind die Grabkreuze der russisch - ortho-doxen
Kultur. Sie sind für Flüchtlinge, die 1917 unter Rus-sischen
Revolution Weissrussland verlassen mussten und nach China flohen,
bis sie 1945 wieder unter Mao Tse Tung fliehen mussten und in
Berlingen angesiedelt wurden. Die Abdankungen waren in der Kirche
Berlingen mit einem orthodoxen Priester.
Auf der Südseite der Kirche steht die
Stele für Minister Kern, sorgfältig als Gedenkmal gepflegt. Doch das
ist eine weitere Geschichte...
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