Neues aus der Kirchgemeinde
FROHE OSTERN
Tulpen 2_2023 (Foto: Evangelische Kirchgemeinde Berlingen)

Schaut euch um!

Ostern ist da –
mitten unter uns:
Einer fällt hin und steht wieder auf.
Eine ist allein und findet wieder neue Freunde.
Einer ist blind und kann doch sehen.
Eine fürchtet sich und verliert doch ihre Angst.
Einer ist krank und kann doch leben.
Eine weint und kann wieder lachen.
Schaut euch um:
Ostern ist da –
mitten unter uns!
Renate Schupp




Von Herzen wünschen wir Ihnen gesegnete Ostern - und den Mut, in dem, was scheinbar tot ist, immer wieder nach dem Leben zu suchen.
Die Kirchenvorsteherschaft und Ihre Pfarrerin Susi Kündig-Koch


Rückblick - Kirchgemeindeversammlung vom 22. März 2026
Kirchgemeindeversammlung Berlingen 2026-sär (Foto: Evangelische Kirchgemeinde Berlingen)

Bildlegende: Cyrill Kasper (links) als Bauchef und Elisabeth Hörler Schayna (Mitte) als Kirchenpflegerin waren hauptverantwortlich für die bautechnisch und finanziell gelungene Sanierung des Berlinger Kirchturms. Pfarrerin Susi Kündig-Koch (rechts) wurde am Sonntag erneut in die Synode der Evangelischen Landeskirche gewählt.



Am Sonntag, dem 22. März 2026, fand um 10.30 Uhr im Anschluss an den Gottesdienst die ordentliche Kirchgemeindeversammlung der evangelischen Kirchgemeinde Berlingen statt. Mehr als 10% der Stimmberechtigten waren anwesend. Die 37 Stimmberechtigten stimmten allen Anträgen der Kirchenvorsteherschaft zu.

Mit der Abnahme der Jahresrechnung 2025 und dem Budget 2026 wurden die ordentlichen Amtsgeschäfte behandelt. Im Fokus stand aber die Bauabrechnung der Kirchturmsanierung, die im November 2025 abgeschlossen wurde. Bauchef Cyrill Kasper erläuterte die ausgeführten Arbeiten und Kirchenpflegerin Elisabeth Hörler Schayna erklärte die Finanzierung. Mit Totalausgaben von rund Fr. 646'000 wurde das Budget für die gesamte Turmsanierung unterschritten. Die einmaligen Steuereinnahmen aus dem Jahr 2024, die grosszügigen Spenden aus der Bevölkerung und die sehr seriöse Bauplanung führten zusammen mit den Beiträgen von Denkmalpflege und Gemeinde zu einer Aktivierung von lediglich Fr. 40'000! Der Präsident Simon Schärer verdankt insbesondere auch die gute Zusammenarbeit innerhalb der Behörde, welche zu dieser erfreulichen Situation führte.
Damit konnte auch die Rechnung 2025 mit einem Überschuss von Fr. 26'000 positiv abgeschlossen werden.

Ebenfalls genehmigt wurde das Budget 2026. Bei einem Steuerfuss von 24% wird mit Fr. 15'000 ein leicht positiver Abschluss erwartet. Die Kirchenvorsteherschaft bemüht sich, die Kirchenfinanzen schlank und effizient zu halten, ohne dass dabei das Alltagsgeschäft zu kurz kommt. Das funktioniert nur dank dem grossen Einsatz der Behördenmitglieder und der tatkräftigen Mithilfe aus der Bevölkerung. In einer Zeit, wo öffentliche Finanzen stark in der Diskussion stehen, ist die Kirchgemeinde Berlingen, Gott sei Dank, stabil unterwegs.

Im einzigen Wahlgeschäft wurde Pfarrerin Susanne Kündig-Koch ohne Gegenstimme für eine neue Amtsdauer in die Synode der Evangelischen Landeskirche Thurgau gewählt.

Unter den Mitteilungen ist hervorzuheben, dass das Provisorium an der Pfarrhausfassade noch eine Zeit vorhanden bleibt. Unvorhergesehene Schäden am Riegel des historischen Gebäudes wurden vorerst gesichert, das weitere Vorgehen muss zuerst genau abgeklärt werden. Weiter ist es der Kirchenvorsteherschaft wichtig, zu informieren, dass der Flügel in der Kirche, der das musikalische Leben während der Gottesdienste aufwertet, privat finanziert ist und damit die Kirchgemeinde weder in der Anschaffung noch im Unterhalt etwas kostet.

Die Versammlung dauerte dieses Jahr etwas länger, der anschliessende Apéro tröstete aber sicher darüber hinweg.
Für die Kirchenvorsteherschaft: Simon Schärer, Präsident


Rückblick - Ökum. Seniorennachmittag vom 18. März 2026
Seniorennachmittag 18.3.26 (Foto: Evangelische Kirchgemeinde Berlingen)

Bei zwar sonnigem, doch auch ziemlich windigem Frühlingswetter strömten am Mittwoch, dem 18. März 2026, zahlreiche Gäste von nah und fern zur Unterseehalle in Berlingen, denn die beiden Kirchgemeinden evangelisch Berlingen und katholisch Steckborn-Berlingen luden zusammen mit Pro Senectute zum ökumenischen Frühlings-Seniorennachmittag ein.

Ernst Ritzi, ehemaliger Aktuar des evangelischen Kirchenrats, nahm die Anwesenden mit nach Armenien – in ein fast vergessenes Land in der gebirgigen Kaukasusregion zwischen Asien und Europa – in ein Land mit einer uralten, christlichen Kultur. Viel Spannendes wusste er zu berichten: über die Geschichte dieses Landes, über die politischen Wirren, über den Reichtum an Bodenschätzen, über die Essensgewohnheiten und über vieles mehr. Ganz besonders am Herzen liegt Ernst Ritzi die Arbeit des kleinen Hilfswerks «Little Bridge Schweiz – Nothilfe für Armenien», mit welchem er aus familiären Gründen verbunden ist. So schlossen denn auch einige berührende Bilder von tatkräftiger Hilfeleistung seine Präsentation ab, unter anderem im Zusammenhang mit der Montage von Solarpanels, nachhaltigen Projekten im Garten- und Landschaftsbau, der Nutztierhaltung, der Trinkwasserversorgung oder einem Therapiezentrum für Jugendliche.

Im Anschluss an diesen ungewöhnlichen Ausflug in das erste Land, welches das Christentum offiziell als Staatsreligion annahm, durften die Gäste reichhaltig belegte Brötchen und ein feines Schokoladen-Mousse geniessen – genau das richtige Menü an diesem fröhlichen, farbigen Nachmittag. Gut gelaunt, mit dem einen oder anderen Frühlingsblüher der Tischdekoration im Gepäck sowie an Leib und Seele gestärkt, begaben sich die Seniorinnen und Senioren auf den Heimweg und in einen hoffentlich gemütlichen Abend.

Das Organisationsteam bedankt sich herzlich bei allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen dieses ganz und gar stimmungsvollen Beisammenseins beigetragen haben – und wir freuen uns, Sie alle im Herbst, am 21. Oktober, im Foyer der Unterseehalle wieder willkommen zu heissen. Auch dann wird es bunt, wenn auch auf ganz andere Art und Weise. Seien Sie gespannt und lassen Sie sich überraschen…
Weitere Bilder finden Sie auf der Seite „Erlebt".


Rückblick - Chrabbelfiir vom 28. Februar 2026
Chrabbelfiir 28.2.26 (Foto: Evangelische Kirchgemeinde Berlingen)

























Gespannt und voller Erwartung kamen die kleinen und grossen Besucherinnen und Besucher zur Februar-Chrabbelfiir in die Kirche.

„Mama, wie ist Gott eigentlich so?“ Mit dieser Frage begann die Bilderbuch-Geschichte, welche Anita Wirz an diesem Vormittag erzählte. Hm – gar keine so einfache Frage – entsprechend musste Annas Mama etwas nachdenken. „Gott ist wie alles, was dich glücklich macht.“ erklärte sie schliesslich ihrer Tochter. „Was?! Gott ist wie Himbeereis?“ folgerte Anna daraus – naja, Gott ist vielleicht nicht gerade wie Himbeereis, jedoch wie das Gefühl, das man hat, wenn man fürs Leben gern Himbeereis isst… Oder wie das Glück, das man verspürt, wenn man nach einem Sommerregen voller Freude in eine Pfütze springt… Oder Gott ist wie die Luft, die man zwar nicht mit den Augen sehen kann, die aber trotzdem immer da ist – sogar dann, wenn man einmal die Luft anhält…

Nach dieser lebhaften Geschichte durften die Kinder ein eigenes Windrädchen basteln – dafür wurde es für einmal richtig laut in der Kirche, denn um den Nagel fest im Holzstab zu verankern, musste mit vereinten Kräften zünftig gehämmert werden.

Dank den bereits frühlingshaft warmen Temperaturen konnten wir den wohlverdienten Znüni bereits im Freien auf dem Spielplatz geniessen. So gestärkt, und mit grosser Freude darüber, dass der aufkommende Wind den bunten Rädchen wunderbaren Schub verlieh, machten sich die anwesenden Familien ganz allmählich wieder auf den Heimweg…
Weitere Bilder finden Sie auf der Seite „Erlebt".


Gebäudehülle der evangelischen Kirche Berlingen umfassend saniert
Turmsanierung 2025 (Foto: Evangelische Kirchgemeinde Berlingen)

Mit der abgeschlossenen Sanierung vom Kirchenschiff sowie dem Kirchturm der evangelischen Kirche in Berlingen konnte in den vergangenen Jahren ein bedeutendes Bauprojekt erfolgreich umgesetzt werden.
Ziel der Arbeiten war es, die historische Substanz der Evangelischen Kirche Berlingen zu sichern und dieses prägende Bauwerk für kommende Generationen zu erhalten.

Den Auftakt bildete im Sommer 2021 die Restaurierung der Gebäudehülle des Kirchenschiffs. Aufgrund einer anstehenden Dachsanierung wurde die ganze Gebäudehülle des Kirchenschiffes auf notwendige Sanierungsarbeiten hin geprüft. In der Folge musste die Unterkonstruktion und die Dacheindeckung der seeseitigen Dachfläche komplett erneuert werden, während an der südseitigen Dachfläche nur vereinzelte Handziegel ersetzt werden mussten. An der maroden Westfassade wurde vollständig ein neuer Deckputz (Altputz) von Hand mit Traufel aufgezogen und abgefilzt, während an den Nord- und Südfassaden lediglich Fehlstellen im Deckputz saniert wurden. Sämtliche Sandsteineinfassungen bei Spitzbogenfenstern und Eingangsportalen sowie der Kunststeinsockel wurden, wo nötig, fachgerecht restauriert. Die Fassaden erhielten mit Silikatfarbe einen neuen Anstrich und sämtliches Holzwerk wurde mit Leinölfarbe neu gestrichen.

Im Jahr 2025 folgte mit der Erneuerung der Gebäudehülle des Kirchturms die umfangreichere Sanierungsetappe. Das in die Jahre gekommene, teilweise undichte Kirchturmdach erhielt eine vollständig neue Eindeckung mit Naturschieferplatten aus Wales (purpurfarben) sowie Schieferplatten aus A. Medua Spanien (smaragdgrün) für die Ornamentmuster.
Zu den aufwendigsten und anspruchsvollsten Arbeiten zählte die Restaurierung der Sandsteinelemente aus Rorschacher Sandstein, die ein hohes Mass an Fachkompetenz erforderte. Die Turmspitze mit Kugel und Wetterfahne sowie die Zeiger und Ziffern der Kirchenuhr wurden mit Rosenobel Blattgold neu vergoldet. Das Zeigerwerk wurde revidiert, Spenglerarbeiten ausgeführt und die Fenster sowie Schallläden instand gesetzt. Die Zierlilien auf den Abtreppungen erhielten einen neuen Anstrich und auch der Grund der Zifferblätter erstrahlt wieder im typischen Berlinger Blau. Fehlstellen im Fassadenputz wurden ausgebessert und, analog zum Kirchenschiff, mit Silikatfarbe weiss gestrichen.

Die Arbeiten wurden überwiegend von ortsansässigen und regionalen Handwerksbetrieben durchgeführt und verliefen planmässig. Im Mittelpunkt stand dabei stets der sorgfältige Umgang mit der historischen Substanz sowie die Verbindung traditioneller Materialien mit den heutigen, technischen Anforderungen.

Dank grossem Engagement aller Beteiligten, der Unterstützung durch Kirchgemeinde und politischer Gemeinde, durch die angenehme Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege sowie dank Spenden aus der Bevölkerung präsentiert sich die evangelische Kirche heute wieder in neuer Stärke und Schönheit – als Zeichen des Glaubens, der Gemeinschaft, der Hoffnung und der Beständigkeit und als fester Bestandteil des Berlinger Dorfbildes.
Für die Kirchenvorsteherschaft: Bauchef Cyrill Kasper


Autor: Evangelische Kirchgemeinde Berlingen     Bereitgestellt: 30.03.2026     Besuche: 1124 Monat
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