Es ist jedes Mal eine grosse Freude, wenn die Sternsingerinnen und Sternsinger zum Jahresbeginn wieder unterwegs sein dürfen, um den Segen Gottes in unsere Gemeinden zu tragen. So zogen sie am 2. und am 3. Januar durch Berlingen und am 3. Januar auch durch Steckborn. Die katholische und die evangelischen Kirchgemeinden haben das Sternsingen gemeinsam organisiert.
Am 2. Januar wurden die Berlinger Sternsingerinnen und Sternsinger in einer kurzen, musikalisch von Stefan Heer gestalteten Aussendungsfeier von Pfarrerin Susi Kündig gesegnet und in zwei Gruppen auf ihre Reise geschickt. In ihren durch Luise Flück angepassten und frisch gebügelten Gewändern zogen die 13 motivierten Kinder an zwei Abenden durchs Dorf. Während den jeweils gut zwei Stunden wurden sie begleitet von Sandra Flück Heer, Anja und Flurina Heer sowie von Susi Kündig.
Über 50 mal konnten die Sternsingerinnen und Sternsinger ihre Verse vortragen, ein Lied singen und den traditionellen Segen „20*C+M+B+26" an der Haustüre anbringen. Überall wurden sie herzlich empfangen und durften die grosse Freude in den Gesichtern beobachten, welche ihr Besuch auslöste. Doch die Kinder konnten nicht nur Segen bringen, sondern sie durften selber auch Segen sein: „Schule statt Fabrik – Hoffnung statt Ausbeutung" lautet das Motto der diesjährigen Sammelaktion mit dem Fokus auf Kinderarbeit, die vor allem in Afrika und Asien weit verbreitet ist. So unterstützt die Aktion Sternsingen Projekte in Bangladesch, welche sich für Kinder und Jugendliche einsetzen, damit sie eine angemessene Ausbildung erhalten, statt in der Fabrik arbeiten zu müssen. Nach getaner „Arbeit" durften sich die Sternsingerinnen und Sternsinger in der alten Bibliothek an beiden Abenden einen Dreikönigskuchen teilen und sich bei einem Getränk stärken. Nachdem die vielen geschenkten Süssigkeiten ehr und redlich verteilt worden sind, machte sich die etwas müde, aber glückliche Schar wieder auf den Heimweg.
Herzlichen Dank all jenen, die sich für das Sternsingen engagiert haben, besonders natürlich den Kindern und Jugendlichen. Vielen Dank an alle, welche die Aktion unterstützt und so den Kindern in Berlingen und in Steckborn viele schöne Erlebnisse ermöglicht haben. Und: ganz herzlichen Dank allen Spenderinnen und Spendern! Insgesamt sind über 3‘700.- Franken für die von Missio ausgewählten Projekte in Bangladesch zusammengekommen. So können Kinder und Jugendliche zur Schule gehen oder eine Lehre machen statt in der Fabrik arbeiten zu müssen.
„Segen bringen und Segen sein“: einmal mehr verkündeten die Berlinger und Steckborner Kinder kurz vor dem Dreikönigstag die Weihnachtsbotschaft und trugen den Segen in unsere Dörfer. Mögen auch Ihre Familie und Ihr Haus gesegnet sein, ja mögen alle Häuser von Gott gesegnet sein. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen ein gesegnetes und freudiges neues Jahr 2026.